• Tina Lau

Doula und Hebamme - was ist der Unterschied?Geburtsvorbereitung und Geburtsbegleitung in München


Was macht eine Doula?

Der Begriff "Doula" kommt aus dem Griechischen von "douleia" und bedeutet "Dienerin der Frau“. Eine Doula ist eine geburtserfahrene Frau, die eine Schwangere begleitet. Sie kann die Arbeit einer Hebamme aber nicht ersetzen.

Welche Aufgaben hat eine Doula während der Geburt?

Eine Doula ist während der gesamten Geburt an der Seite der werdenden Eltern. Sie ist eine emotionale Stütze und Vermittlerin zwischen den Eltern und der Hebamme oder dem Entbindungsteam. Ihre Aufgaben sind nicht medizinisch. Das ist der wichtige Unterschied zur Hebamme. Doulas stehen werdenden Müttern und Vätern zur Seite und beantworten alle Fragen, die während der Schwangerschaft und im Wochenbett hochkommen. Die Doula hilft Paaren beim Eltern-werden und dass sich neue Väter und Mütter gut informiert fühlen.


Was ist der Unterschied zu einer Hebamme?

Eine Doula hat keine Ausbildung als Geburtshelferin und kann die Arbeit einer Hebamme nicht ersetzen. Die medizinische Verantwortung während einer Geburt trägt die Hebamme oder der Arzt. Dennoch, der große Vorteil ist: Während die Hebamme im Krankenhaus auch mal den Raum verlässt, weil sie noch andere Frauen betreut, ist die Doula einzig und allein für die werdende Mutter da und bleibt die gesamte Geburt an ihrer Seite, egal wie lange es dauert.


Was sagen Hebammen zur Doula-Arbeit?

Hebammen kämpfen seit Jahren um mehr Geld von den Krankenkassen. Mit der Doula-Betreuung wird nach Ansicht vieler Hebammen eine Leistung, die jeder Frau zustehen sollte, in private Hände gegeben. Dabei wäre es sinnvoller Hebammen so zu bezahlen, dass sie genug Zeit für die Betreuung von jeweils einer Frau haben und ihre Aufmerksamkeit nicht teilen müssen. Schuld daran, dass Hebammen ihre Frauen nicht so betreuen können, wie sie gerne würden, sind ganz klar die Krankenkassen und die steigenden Versicherungsbeiträgen für Hebammen.


Es ist wichtig zu verstehen, dass Doulas keine medizinische Ausbildung haben. Astrid Giesen, Vorsitzende des Bayerischen Hebammenverbandes erklärt in einem Interview in der Zeitschrift Baby und Familie "Eine Frau durch die Geburt zu begleiten heißt ja nicht nur, emotionale Krisen durchzustehen, sondern unter Umständen auch zu erkennen, wann zum Beispiel ein Notkaiserschnitt nötig ist." Darum kann eine Doula immer nur ergänzend zur Arbeit einer Hebamme Frauen begleiten.


Was kostet die Betreuung durch eine Doula?

Gerade Eltern, die ihr erstes Kind bekommen, wünschen sich eine intensivere Betreuung. Dann ist eine Doula eine wunderbare Ergänzung. Aber nicht jeder kann sich das leisten. Die Doula-Betreuung kann nicht mit der Krankenkasse abgerechnet werden. Im Durchschnitt kostet eine Doula zwischen 500 und 1000 Euro. Im Preis beinhaltet sind zwei bis drei Treffen in der Schwangerschaft, die Rufbereitschaft 14 Tage vor bis 14 Tage nach dem errechneten Geburtstermin, die durchgehende Geburtsbegleitung und zwei Wochenbett-Hausbesuche.


Möchtet Ihr Euch gerne von einer Doula Unterstützung holen? Das Yoga Woman arbeitet mit einer Doula zusammen und bietet regelmäßig Informationsabende an. Der nächste Infotermin findet im Oktober statt. Mehr Infos unter yogawoman.de Workshops


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